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Presse: GILDEMEISTER will dank Mori Seiki Gewinne schreiben 11.06.2010
aktiencheck.de
Bielefeld (aktiencheck.de AG) - Der Maschinenbauer GILDEMEISTER AG (ISIN DE0005878003 / WKN 587800) will über die Kooperation mit der japanischen Mori Seiki seinen Verbleib in der Gewinnzone sichern.
"Die Zusammenarbeit verhilft uns 2010 zu Einsparungen von 15 Mio. Euro, das ist ein wesentlicher Punkt, um in die schwarzen Zahlen zu kommen", sagte Vorstandschef Rüdiger Kapitza in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Beide Unternehmen hatten im vergangenen Jahr eine breit angelegte Partnerschaft vereinbart, die eine Überkreuzbeteiligung von 5 Prozent beinhaltete.
Kapitza wies in diesem Zusammenhang Spekulationen zurück, wonach die Japaner ihre Beteiligung an GILDEMEISTER weiter ausbauen und die Kontrolle über den Konzern erlangen könnten. "Es gibt überhaupt keine Anzeichen dafür, dass Mori das tut." Dies habe ihm Masahiko Mori, Präsident von Mori Seiki, in einem Gespräch am Mittwoch zugesichert.
Falls der japanische Konzern seine Beteiligung an GILDEMEISTER aber erhöhen will, stieße er auf offene Türen: "Für GILDEMEISTER wäre es sinnvoll, wenn es einen industriellen Ankeraktionär gäbe. Mori wäre da der ideale Partner", sagte Kapitza. Aber es gebe keine Gespräche und auch keine Überlegungen in diese Richtung. Kapitza betonte, dass die Bande zwischen den Unternehmen vertieft werden soll. Nach Indien und den USA wollen beide Konzerne ihre Partnerschaft auch auf China ausweiten. Denkbar seien die Bereiche Service und Vertrieb, sagte der Vorstandschef. Gemeinsam könnten die Firmen diesen wichtigen Markt besser abdecken.
Im Zuge der Zusammenarbeit sieht der Konzernchef außerdem erhebliches Einsparpotential: 2011 und 2012 würden erneut die Kosten um jeweils 15 Mio. Euro gesenkt, sagte Kapitza. Bereiche in denen gespart werden könne, seien Entwicklung und Einkauf. "So werden 2010 unsere Ausgaben für Entwicklung merklich niedriger sein. Dabei bringen wir mehr neue Produkte auf den Markt." Dies sei nur durch die Kooperation mit Mori Seiki möglich.
Nach dem tiefen Einbruch im vergangenen Jahr sieht Kapitza seine Gesellschaft auf dem Weg der Erholung. Demnach habe sich der Auftragseingang inzwischen erholt: "Im ersten Halbjahr werden die Bestellungen um rund 40 Prozent über dem Vorjahr liegen", gab Kapitza erstmals einen Blick auf den Verlauf des zweiten Quartals. Die Nachfrage hat sich damit im Vergleich zum ersten Jahresviertel beschleunigt, als die Neuaufträge um 28 Prozent zulegten. Die Dynamik werde in der zweiten Jahreshälfte zunehmen. "Dann können wir 2011 richtig durchstarten." Für dieses Jahr müsse der Konzern aber um die schwarze Null bangen.
Wegen der Aufwendungen für den Lageraufbau müssen die Bielefelder in einem wichtigen Wachstumsmarkt auf die Bremse treten. Für den Geschäftsbereich Regenerative Energien - GILDEMEISTER baut Batterien und Gestelle für Solaranlagen - rechnet der Konzernchef für dieses Jahr nur mit einem Wachstum von zehn Prozent. Seit 2006 hatte das Unternehmen den Spartenumsatz Jahr für Jahr auf zuletzt 250 Mio. Euro verdoppeln können.
Die Aktie von GILDEMEISTER notiert aktuell mit einem Plus von 1,55 Prozent bei 8,74 Euro. (11.06.2010/ac/n/d)
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